Winni. der Glückspilz, schenkt Glück

Der unerwartete Brief | Michas Welt - Michas Clan
von Michael Waldow

 

Jeder Verein benötigt zur Umsetzung seiner Vorhaben neben tatkräftigen Mitgliedern, viel Kreativität und natürlich auch Sponsoren. Das mit den Sponsoren ist aber so eine Sache. Wenn man nicht gerade ein Fußballverein ist oder sich durch unsterbliche Projekte einen Namen gemacht hat, sieht es natürlich mau aus. Dazu noch in einer Zeit, wo die Preise steigen und auch die Firmen ihr Geld zusammenhalten müssen. Da ist schon mal Klinkenputzen angesagt.

Unser kleiner, aber feiner Freizeit- und Kreativverein (Salzstadtclan e.V.) hat das gemacht, zum Beispiel in Baumärkten, da wir zum Ausbau unseres Objektes, dem „Salzwinkel“, einiges an Material benötigen. Das Ergebnis war mager und durchwachsen. Vieles stemmten wir aus eigener Kraft, Entkernung des Gebäudes, Beräumung des Objektes von Müllhalden, ein Volleyballfeld, einen Mont Klamott für unser Freilufttheater, ein sehr großes Insekten- und Kleintierhotel und vieles mehr. Zudem bremste uns Corona aus, warf uns aber nicht zurück.

Plötzlich und völlig unerwartet flatterte uns im April ein Brief ins Haus. Von der Saalesparkasse. Als frisch gegründeter Verein mussten wir im vorigen Jahr ein Konto eröffnen und gaben der Kundenberaterin als Einstiegsgeschenk unser Kinderbuch „Die lila Prinzessin“. Sie war von dem Buch beeindruckt. Schließlich war es eine Eigenproduktion und handgezeichnet von Vereinsmitgliedern. Während wir vergeblich das Buch im Thalia anboten, die es nett und freundlich zurückwiesen mit der Bemerkung, dass die Kunden mehr so Disneyfiguren wünschten und „DDR-Bücher sowieso nicht gingen“, arbeitete besagte Kundenberaterin „hinter unserem Rücken“ und nominierte uns für die PS-Lotterie. Was mal wieder zeigt Geschmäcker und Ansichten können so unterschiedlich sein.

So kam es zum besagten Brief in dem stand, dass wir eine vierstellige Zuwendung erhalten, zweckgebunden für Publikationen, Videos und Podcasts. Die Unterstützung kommt uns zugute. Einige Kinderbücher sind gedruckt und eins wurde schon einem Kindergarten mit kleiner Vorlesung in Bad Lauchstädt geschenkt. Die Kinder drückten den Vorleser, unseren 1. Vereinsvorsitzenden. So bewegend kann Abgelehntes sein. Wenige Tage später kam erwähnter Brief und wieder so etwas wie Freudentränen. Natürlich nicht, dass wir es zugeben.


Also erschien der 1. Vorsitzende, die 2. Vorsitzende und die Salzmagd Ketlin in der Saalesparkasse Dölau und stellte sich einem Gruppenbild mit Urkunde. In der Urkunde die Summe von „Winni“, dem Glückspilzmaskottchen der PS-Lotterie. Die Filialleiterin bekam zum Dank den mittelalterlichen Rundgang durch Halle als Buch mit dem Titel „Eine Salzmagd erzählt von der Salzstadt Halle (Saale)“ und die Fotogeschichten des Salzkaufmanns Erasmus und der Salzmagd von 1474 bis 1478 geschenkt.

Das Geld kann gut genutzt werden für unser Salzstraßenspiel, was wir entwickeln, für das „Halle-Lexikon“ online und als Buch, für die „Halle-Chronik“ online und dem „Halle-Neustadt Lexikon“ online und einigem mehr, wie zum Beispiel dem Podcast der Salzmagd.  

Es ist schön, in seinem Engagement beachtet und unterstützt zu werden. Damit gehört die Saalesparkasse auch zu unserem Sponsor.

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