Wohnungsbauvorhaben scheitern an Fachkräften und bürokratischen Hürden

Politik muss Rahmenbedingungen verbessern | Arbeitswelt - Sonstiges
von hallelife.de | Redaktion

Das Vorhaben der Bundesregierung, pro Jahr 400.000 neue Wohnungen in Deutschland bauen zu lassen, ist zu hoch gegriffen.  Nach jüngsten Angaben des statistischen Bundesamtes wurden 2021 rund 107.000 Wohnungen weniger fertiggestellt. Aus Sicht von Mitgliedsbetrieben der Handwerkskammer Halle war das abzusehen. Um bei diesem Vorhaben voranzukommen, seien eine Fachkräfteoffensive und eine kostensenkende Verringerung von Bauauflagen sinnvoll. 

„Aufgabe der Politik ist es, hier für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen zu sorgen“, so Britta Grahneis, Vizepräsidentin der Handwerkskammer Halle. „Lieferschwierigkeiten, gestiegene Materialpreise sowie zunehmende Auflagen für energetische Maßnahmen lassen die Baubereitschaft bei potenziellen Bauherren sinken. Hinzu kommt der Fachkräftemangel in den Bauhandwerken, der ein höheres Tempo beim Wohnungsbau nicht zulässt“, sagt Grahneis weiter. 

Auch bei den Baugenehmigungen gibt es laut Bundesamt Rückgänge: Im 1. Quartal 2022 wurden für 92.500 Wohnungen Baugenehmigungen erteilt, ein Minus von 3.500 gegenüber dem Vorjahr.  

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