Neue Immunplasma-Spende sowie Blutspende helfen COVID-Erkrankten am UKH

Universitätsmedizin Halle (Saale) | Gesundheit
von hallelife.de | Redaktion

Neben der regulären Blutspende bereitet die Einrichtung für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Halle (Saale) gerade alles für die sogenannte Immunplasma-Spende vor. „Hierfür möchten wir ehemals an COVID-19 erkrankte Männer und Frauen ohne Schwangerschaften zu einer Voruntersuchung sowie folgenden ein bis zwei Plasmaspenden einladen. Diese kommen dann direkt den COVID-Patientinnen und -Patienten zugute“, so Dr. Julian Hering, Leiter der Einrichtung für Transfusionsmedizin am UKH. Am Universitätsklinikum werden auch die am schwersten an COVID-19 erkrankten Patientinnen und Patienten behandelt.

Die Immunplasma-Therapie ist ein relativ altes Therapiekonzept bei neu auftretenden Infektionskrankheiten. Bei jeder Infektionskrankheit bildet der erkrankte Körper im Regelfall Abwehreiweiße (Antikörper) spezifisch gegen den Erreger. Diese Antikörper kann man bei Gesundeten mit dem Plasma sammeln und den Patientinnen und Patienten applizieren, die sich am Beginn der Erkrankung befinden und deren eigene Abwehr sehr geschwächt ist. Bei ausgewählten Patientinnen und Patienten kann diese Therapiemöglichkeit mithelfen, sie durch die akute Krankheitsphase zu bringen.

 

Foto: Die neue Immun-Plasmaspende (Foto) sowie die klassische Blutspende helfen COVID-19-erkrankten Patientinnen und Patienten am Universitätsklinikum Halle. Es werden für beides Spenderinnen und Spender gebraucht. Bildquelle: Universitätsmedizin Halle (Saale). Hinweis: Das Foto ist ausschließlich im Zusammenhang mit Berichterstattung zur Blut- und Plasmaspende am Universitätsklinikum Halle/der Universitätsmedizin Halle zu verwenden.

 Blutspenderinnen und Blutspender können nach wie vor trotz der Pandemie-Situation am Universitätsklinikum Halle (Saale) Blut spenden. „Wir würden uns sehr freuen, wenn Spendewillige diesen Weg auf sich nehmen. Aktuell können Außentermine leider nicht stattfinden und die Spenderzahl reicht derzeit nicht aus, um den Bedarf an Blutprodukten zu decken“, sagt Hering. Kämen sonst bis zu 350 Menschen pro Woche zur Spende, seien es derzeit höchstens 180. „Die blutintensiven, großen Eingriffe finden jedoch trotz einer Reduktion der Kapazitäten der Allgemeinversorgung nach wie vor statt, so auch lebensrettende Operationen nach Unfällen oder Tumoroperationen. Aber auch unsere intensivbehandelten COVID-Patientinnen und -Patienten sind regelmäßig auf Blutprodukte angewiesen“, mahnt Hering eindringlich.

 

Wer sich für die Immunplasma-Spende interessiert, erhält telefonische Auskunft unter 0345 557 5650 bzw. 5610.

Die Blutspende ist hingegen zu den üblichen Sprechzeiten möglich. Diese finden Sie hier: https://www.medizin.uni-halle.de/blutspende

 

 

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