Kürzungen stoppen - Fächersterben beenden! - Erklärung des Fachschaftsrates der Philosophischen Fakultät I

Philosophische Fakultät | MLU
von hallelife.de | Redaktion

Im Jahr 2021 drohen der Universität massive Kürzungsvorhaben, denn der Akademische Senat soll in dieser Woche einen Haushalt beschließen, der Kürzungen von bis zu 15 Millionen Euro vorsieht. Als Fachschaftsrat der Philosophischen Fakultät I lehnen wir diese strikt ab und wollen an dieser Stelle vor den möglichen Folgen warnen. Grundlage für das Kürzungsvorhaben ist die unzureichende Finanzierung durch die Landesregierung. Insbesondere die jüngsten Pläne von Finanzminister Michael Richter (CDU) werden ihr übriges getan haben, um diesen Vorstoß vonseiten des Rektorates zu motivieren.

Uns ist klar: Die Uni ist strukturell unterfinanziert. Aber gerade in der Philosophischen Fakultät I sieht man, dass es gar nichts zu Kürzen gibt. Hier gab es die “fetten Jahre” nie, von denen das Rektorat in seiner Vorlage spricht. Bei uns wurden die an sich florierenden Studienfächer der Japanologie und der Wissenschaft vom vorislamischen Orient geschlossen. In der Philosophischen Fakultät II wurde die Musikpädagogik stark eingeschränkt.

Bereits in den letzten Jahren gab es den Abbau von Stellen durch alte Kürzungspläne. Mehrere Fächer mussten weichen, weil diese nicht neu besetzt wurden. Jetzt lässt die Landesregierung zu, dass es an die Substanz geht: Nach den Plänen des Rektorates sollen bis zu zwei Millionen Euro weniger für Literatur ausgegeben werden dürfen. Außerdem dürfen neue Stellen jetzt drei Monate lang nicht neu besetzt werden. Aber auch die Forschung soll ganz real leiden, weshalb es Einschränkungen bei den Investitionen geben wird.

Wir halten das für absolut kontraproduktiv. Es braucht eine solide Finanzierung und keine Politik des Kahlschlags. Die MLU muss als Gesamtes Druck auf die Landesregierung machen, die keinen Finger für die Grundfinanzierung der Hochschulen rührt. Deshalb fordern wir die Senator:innen dazu auf, diesem Haushalt nicht zuzustimmen. Es braucht Protest und Widerspruch gegen diese vorsätzliche Gefährdung von Wissenschaft und Bildung!

Beitrag Teilen

Zurück